Leistung · DGUV V108 · EN 15635

DGUV-Regalprüfung
nach EN 15635.

Wer Palettenregale, Hochregale oder Kragarmregale gewerblich betreibt, ist gesetzlich verpflichtet, diese mindestens einmal jährlich von einer Sachkundigen Person prüfen zu lassen. Grundlage ist die DGUV-Regel 108-007 in Verbindung mit der DIN EN 15635.

Loshaj Regalbau verfügt über die erforderliche Sachkunde nach DGUV V108 und prüft im gesamten Rhein-Main-Gebiet — Frankfurt, Offenbach, Hanau, Aschaffenburg, Wiesbaden, Mainz, Darmstadt und das Hessische Ried. Die Prüfung ist herstellerunabhängig: Bito, SSI Schäfer, Stow, META, Mecalux, Dexion, Jungheinrich, Polypal — alle gängigen Systeme werden routinemäßig abgenommen.

Was wird geprüft.

Mängel-Klassifikation nach EN 15635.

Wir kategorisieren jeden Befund nach dem dreistufigen Ampelsystem der DIN EN 15635:

Grün — Risikoarm

Keine Maßnahme erforderlich, weiterer Betrieb zulässig. Geringfügige Oberflächenkratzer, harmlose Farbabplatzungen, kleinere Korrosionsspuren ohne Querschnittsverlust. Dokumentation zur Beobachtung beim nächsten Prüfintervall.

Gelb — Reparaturbedürftig

Schaden erkannt, Reparatur innerhalb von 4 Wochen erforderlich. Typische Befunde: leichte Stützenverformung unterhalb der Grenzwerte, gelöste Befestigungselemente, beschädigter Anfahrschutz. Das Feld bleibt nutzbar bis zur Reparatur.

Rot — Akut gefährlich

Sofortige Entlastung und Sperrung des betroffenen Feldes. Stützenverformung oberhalb 5 mm Auslenkung, durchgerostete Fußplatten, gebrochene Traversen-Auflagewinkel. Das Feld wird vor Ort mit rotem Sperrband markiert; Wiederinbetriebnahme erst nach dokumentierter Reparatur.

Jede Klassifikation wird mit Foto-Dokumentation, Position im Anlagenlayout und empfohlener Maßnahme protokolliert. Bei Bedarf liefern wir die Reparatur-Komponenten passend zum Hersteller mit.

Prüf-Protokoll und Übergabe.

Sie erhalten nach Abschluss ein revisionsfestes Prüf-Protokoll, das von Berufsgenossenschaft, Versicherung und Arbeitsschutz-Behörden akzeptiert wird:

Prüf-Intervall und Wiederholungspflicht.

Ablauf einer DGUV-Prüfung.

  1. Anfrage mit Stellplatzanzahl, Anlagenhersteller (falls bekannt), Standort und gewünschtem Zeitfenster.
  2. Verbindliches Angebot innerhalb 48 Stunden werktags — Festpreis nach Stellplatz und Anlagentyp, keine Stundennote.
  3. Terminierung in Abstimmung mit Ihrem Lagermeister, auf Wunsch außerhalb der Betriebszeiten.
  4. Vor-Ort-Prüfung — typisch 1 Tag pro 1.500 Stellplätze, inklusive Begehung mit Lagermeister falls gewünscht.
  5. Übergabe des Protokolls digital und auf Wunsch in Papierform, mit Empfehlungs-Priorität pro Mangelposition.
  6. Reparatur-Angebot für klassifizierte Gelb- und Rot-Mängel, sofort umsetzbar mit eigenem Montage-Team.

Häufige Fragen zur DGUV-Prüfung.

01 Wie lange dauert eine DGUV-Regalprüfung?

Faustregel: ein Prüftag pro 1.500 Stellplätze. Eine kleine Anlage mit 500 Stellplätzen ist meist innerhalb eines halben Tages durchgeprüft, eine Hochregalanlage mit 8.000 Stellplätzen verteilt sich auf vier bis fünf Tage. Die genaue Aufwandsschätzung erfolgt mit dem verbindlichen Angebot.

02 Gilt die Prüfpflicht auch für kleine Lagerregale?

Ja, sobald die Regalanlage gewerblich genutzt wird und Lasten oberhalb des Bodens lagert. Die DGUV-Regel 108-007 macht keine Untergrenze bei Stellplatzanzahl oder Anlagenhöhe. Auch ein einzelnes Palettenregal mit 12 Stellplätzen unterliegt der jährlichen Prüfpflicht.

03 Was passiert bei einem als ROT klassifizierten Mangel?

Das betroffene Feld muss unmittelbar entlastet und gesperrt werden — keine Lagerung mehr, bis die Reparatur erfolgt ist. Wir kennzeichnen das Feld vor Ort mit rotem Sperrband und dokumentieren den Befund mit Foto und Position im Lageplan. Die Reparatur erfolgt typisch innerhalb 5 bis 10 Werktagen.

04 Bekomme ich nach der Prüfung ein offizielles Protokoll?

Ja. Sie erhalten ein revisionsfestes Prüf-Protokoll mit Datum, Anlagenbezeichnung, Prüfer-Unterschrift, vollständiger Mängelliste mit Klassifikation, Foto-Dokumentation und Sachkunde-Nachweis nach DGUV V108. Die Übergabe erfolgt digital (PDF) und auf Wunsch zusätzlich in Papierform.

05 Müssen wir die Prüfung anmelden oder einen Termin abstimmen?

Der Prüftermin wird mit Ihrem Lagermeister oder Sicherheitsbeauftragten direkt abgestimmt. Auf Wunsch prüfen wir außerhalb der Betriebszeiten — die meisten Kunden bevorzugen aber Tag-Prüfungen, damit der Prüfer Rückfragen direkt mit den Lagermitarbeitern klären kann.

06 Wie viel kostet eine DGUV-Regalprüfung pro 1.000 Stellplätze?

Festpreis nach Aufmaß — typisch zwischen 450 und 950 € netto pro 1.000 Stellplätze bei Standard-Palettenregal, je nach Anlagentyp, Höhe und Erreichbarkeit der Inspektionspunkte. Hochregalanlagen über 12 m, Schmalganggassen und Kragarmsysteme werden gesondert kalkuliert. Das verbindliche Angebot erhalten Sie innerhalb 48 Stunden werktags.

07 Wer haftet bei einem Regalunfall ohne aktuelle DGUV-Prüfung?

Im Schadensfall haftet der Betreiber persönlich, wenn er die jährliche Prüfpflicht nach DGUV V108 verletzt hat — sowohl gegenüber verletzten Mitarbeitern als auch gegenüber der Berufsgenossenschaft. Versicherungen können bei nachgewiesener Pflichtverletzung Leistungen kürzen oder verweigern. Ein lückenloses Prüfprotokoll ist der einzige Nachweis der Sorgfaltspflicht.

08 Welche Mitarbeiter dürfen die wöchentliche Eigenprüfung durchführen?

Die wöchentliche Sichtkontrolle nach EN 15635 darf jeder eingewiesene Mitarbeiter durchführen — Lagermeister, Schichtleiter oder beauftragter Staplerfahrer. Eine formale Sachkunde-Qualifikation ist hier nicht erforderlich; der Mitarbeiter muss aber dokumentiert eingewiesen sein und das Prüfbuch des Betreibers ordnungsgemäß führen. Die jährliche Hauptprüfung bleibt einer Sachkundigen Person nach DGUV V108 vorbehalten.

09 Wie lange ist ein Prüfprotokoll gültig?

Maximal 12 Monate ab Ausstellungsdatum — danach ist eine Wiederholungsprüfung erforderlich. Bei Anfahrschäden, Umbauten oder Lastwechsel wird das laufende Protokoll ungültig und muss durch eine außerordentliche Prüfung ersetzt werden. Wir empfehlen, den Folgetermin direkt im Anschluss an die Übergabe zu fixieren.

10 Was unterscheidet eine Erstprüfung von einer Wiederholungsprüfung?

Die Erstprüfung vor Inbetriebnahme prüft erstmalig die korrekte Montage, die Drehmoment-Werte der Bodenanker und die Lastenkennzeichnung — sie ist Teil der Übergabe einer neuen Anlage. Die jährliche Wiederholungsprüfung kontrolliert anschließend Verschleiß, Anfahrschäden und Verformungen. Beide enden mit identischer Protokoll-Form, unterscheiden sich aber im Prüfschwerpunkt.

Weitere Standorte und Leistungen.

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Nennen Sie uns Stellplatzanzahl, Anlagenhersteller und Standort. Sie erhalten ein verbindliches Angebot innerhalb 48 Stunden — Festpreis, keine Stundennote, keine versteckten Pauschalen.